Fachwissen

Besucherstatistik
Gäste online: 37
Mitglieder online: 0

Studienempfehlungen:
Fachwirtstudium
Inhalte
Infoveranstaltungen
Kontakt
Fachwirt-Aktuell
Fachwirt-Standorte
Fachwirt-Struktur
Fachwirt-Lernmedien
Fachwirt-Service

Exklusiv
Prüfungsvorbereitung Bankkaufmann
Bankfachklasse
KBK-Prüfungstrainer
Kompendium
Zahlen-Daten-Fakten
Steuerwissen - aktuell

Ergebnisse
Bankwirtschaft
Rechnungswesen
Sozialkunde
Zwischenprüfung

Neue Mitglieder
Henriette
Lisa_Aic
Ivy_92
Svenja96
peter2

Werde Fan von uns

 Artikelkommentar schreiben  Artikelkommentare lesen

Schufa - Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung

Allgemein:

Die Schufa ist eine Gemeinschaftseinrichtung der kreditgebenden Wirtschaft. Unter dem Dach der Schufa Holding AG gibt es zahlreiche regionale Schufa-Gesellschaften, bei denen die Daten der im dortigen Bereich lebenden (natürlichen) Personengespeichert werden. Deshalb muß bei Kontoeröffnungen und ähnlichem auch der letzte Wohnort angegeben werden, wenn der Umzug weniger als 2 Jahre zurückliegt.

Das Verhältnis der Vertragspartner (Wirtschaftsunternehmen, die natürlichen Personen gewerbsmäßig Geld- oder Warenkredite geben) und der Schufa beruht auf Gegenseitigkeit, d.h. es bekommt nur derjenige Informationen, der auch Informationen an die Schufa weitergibt.

Es gibt zwei Arten von Schufa-Verträgen:

  • A-Verträge:
    (abgeschlossen mit Kreditinstituten und Leasinggesellschaften) Die Vertragspartner verpflichten sich sowohl negative als auch positive Merkmale ihrer Kunden uneingeschränkt zu melden.

  • B-Verträge:
    (abgeschlossen mit Einzelhandels- und Versandhandelsunternehmen) Die Vertragspartner verpflichten sich nur die negativen Merkmale ihrer Kunden zu melden.

Angaben im Schufa - Datenbestand:

  • Persönliche Daten:
  • Vorname und Name
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Anschrift und Voranschriften
  • Aufnahme und vertragsgemäße Abwicklung eines Geschäfts (z.B. Ausgabe einer Kreditkarte, Einräumung eines Dispositionskredites)
  • Daten aus Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte (z.B. Eidesstattliche Versicherungen)

Der Datensbestand enthält keine Angaben über Familienstand, Kontoguthaben, Depotbestände, Einkommens- und Vermögensverhältnisse oder sonstige vertrauliche Daten.

Regelungen bei Kreditinstituten

Verpflichtung zur Mitteilung über

  • die Eröffnung und Schließung von Girokonten sowie nicht vertragsgemäßes Verhalten bei der Benutzung der Girokonten
  • die Ausgabe von Kreditkarten sowie nicht vertragsgemäßes Verhalten bei der Benutzung von Kreditkarten
  • die Vergabe von Krediten und Übernahme von Bürgschaften bis zur Höhe von 250.000 EUR sowie deren vertragsgemäße bzw. nicht vertragsgemäße Abwicklung

Durch das Bankgeheimnis sind die Kreditinstitute verpflichtet, bei Privatkunden vor der Weitergabe von personenbezogenen Informationen die ausdrückliche Genehmigung der Kunden einzuholen. Bei Kontoeröffnungen, Abschluß von Kreditverträgen oder Ausfertigung von Bürgschaftsübernahmeerklärungen lassen Kreditinstitute deshalb ihre Kunden die sogenannte Schufa-Klausel unterschreiben.

Inhalte der Schufa-Klausel

  • die Genehmigung des Kunden an die Bank, Positiv- und Negativmerkmale an die Schufa weiterzugeben
  • Befreiung des Kreditinstitutes vom Bankgeheimnis, um Positiv- und Negativmerkmale weitergeben zu können

  Daten über Giro- und Kreditkartenkonten Daten über Konsumentenkredite
Positiv-
merkmale
Kontoantrag, Kontoeröffnung, Beendigung der Kontoverbindung Kreditantrag, Kreditgewährung (Kreditnehmer, Mitschuldner, Kreditbetrag, Laufzeit, Ratenbeginn), Vereinbarungsgemäße Abwicklung (Rückzahlung, auch Laufzeitverlängerung)
Negativ-
merkmale
Kündigung wegen mißbräuchlicher Nutzung, Wechselprotest, Scheckrückgabe mangels Deckung, Scheckkartenmissbrauch durch den rechtmäßigen Inhaber, beantragter Mahnbescheid bei unbestrittener Forderung, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen Kündigung wegen Verzugs mit mindestens 2 Raten bei Zahlungsunfähigkeit, Inanspruchnahme einer vereinbarten Lohnabtretung, beantragter Mahnbescheid bei unbestrittener Forderung, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

Löschfristen

  • Konten:bei Auflösung
  • Kredite: zum Ende des 3. Kalenderjahres nach dem Jahr der Erledigung
  • Bürgschaften: nach Rückzahlung der Kreditverpflichtung (Hauptschuld)
  • Negativmerkmale und deren Erledigung: zum Ende des 3. Klenderjahres nach dem Jahre der Speicherung
  • Daten aus Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte: 3 Jahre; unverzüglich bei Nachweis durch das Amtsgericht

Jede Privatperson kann der Schufa-Klausel widersprechen oder seine bereits gegebene Einwilligung zur Weitergabe von Informationen zurückziehen. Das Kreditinstitut kann den Kunden nicht dazu zwingen, die Schufa-Klausel zu unterschreiben, wird jedoch bei vielen Positivmerkmalen in der Schufa eher zur Ausgabe einer ec- oder Kreditkarte oder zur Gewährung eines Kredites bereit sein. Es gibt auch einige Banken, vorallem kleine Privatbanken, die keinen Vertrag mit der Schufa haben. Auch Banken sind nicht verpflichtet mit der Schufa zusammenzuarbeiten, sollten es aber aus Gründen der Absicherung tun.

Die Schufa bietet für alle Seiten Vorteile; die Bank kann sich durch den Austausch von Daten absichern, um nicht an hochverschuldete Kunden zu geraten, die nicht kreditwürdig sind. Der Kunde kann bei positiven Merkmalen auf ein schnelle Gewährung von Krediten hoffen und durch Karten am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen; während er bei sehr vielen negativ Merkmalen vor Überschuldung bewahrt wird.

Jeder Privatperson hat außerdem das Recht, bei der örtlich zuständigen Schufa, eine Auskunft über die von ihm gespeicherten Daten und die Quelle der in den letzten 12 Monaten gespeicherten Meldungen und Abfragen einzuholen.


Kommentare

Durchschnittliche Leserbewertung: 
Vertragspartner C, MarcelBB, 03.06.2011
Zu den vertragspartnern A und B gibt es auch noch die Vertragspartner C. Vertragspartner C: (Inkassounternehmen) Auskunft: Nur die Adresse.
Sehr gut!, BellaCullen, 11.03.2009
Ich finde den Artikel wirklich gelungen, er ist übersichtlich und es ist nichts überflüssiges dran. Weiter so :)
:-), biancal, 28.03.2006
Sehr hilfreich!
sehr hilfreich..., Silke, 04.11.2005
alsoooo ich find trotz der "paar" Schreibfehler den Text gut geschrieben, hat mir sehr geholfen, da ich vor 3 Monaten meine Ausbildung begonnen habe, noch nicht alles 100%ig weiß und überhaupt es ist alles gut erklärt!
Fehler im Artikel!!!!, Katja, 03.07.2005
Und zwar lautet die Schufa-Klausel richtig: 1. Genehmigung des Kunden Positivmerkmale an die Schufa weiterzugeben! 2. Information an den Kunden, dass wir Negativmerkmale an die Schufa übermitteln! (--> Ganz wichtig, wir INFORMIEREN den Kunden und holen uns KEINE Genehmigung um Negativmerkmale an die Schufa zu übermitteln) 3. Befreiung des KI vom Bankgeheimnis, um Positiv- und Negativmerkmale weitergeben zu können!
Top!, BrokerXY, 07.03.2005
Einfach spitze!!
Sehr gut!!!, Stoni1983, 28.07.2004
Also der Artikel ist wirklich interessant, macht weiter so! Ich wusste eigentlich nichts von der Schufa, jetzt weiss ich einfach mehr! Danke
Supi!, ChevyChase, 18.03.2004
Das mit den A und B- Verträgen wußte ich noch gar nicht! Sehr ausführlich! Danke!
Super!, nine20, 06.12.2003
Das war genau die Hilfe, die ich für mein Referat brauchte! Danke!!!
Kurz und knapp...., Jenny84, 18.09.2003
...aber sehr präzise! Alle wichtigen Infos sind enthalten und verständlich dargelegt! Da braucht es gar kein riesen Roman! Super Beitrag...Danke!!!
=o), Muckel, 08.01.2003
Ein guter Artikel! So ausführlich konnte mir das kein Berater erklären! Ist mir eine große Hilfe für mein Referat...
(´;), N.A., 15.04.2002
DANKE!!!! War sehr hilfreich

Artikelkommentar schreiben

Nach oben
Zurück

Aktuelle Bankfachklasse



Kompaktwissen Bankbetriebslehre

 
Home | Ausbildung | Fachwissen | Job & Karriere | Fachliteratur | Community | Sitemap | Impressum
© Bankazubis.de 2000 - 2014 Alle Rechte vorbehalten. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungshinweise. Weitere Online-Angebote von uns:
Infos zum Thema Sepa, Informationen zum Beruf Bankkaufmann und zu der Ausbildung, Details zum BIC, und weitere