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Verwaltetes Privatvermögen wächst weiter

Weiter auf Wachstumskurs: 2010 stiegen die Vermögenswerte von Privatanlegern, die in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds angelegt sind, um 8 Prozent auf rund 122 Billionen US-Dollar (rund 90 Billionen Euro). Damit lagen sie um 20 Billionen US-Dollar über dem Wert, der Ende 2008 während des Tiefpunktes der Finanzkrise erreicht wurde. Bis 2015 wird das globale Vermögen um jährlich durchschnittlich 6 Prozent zunehmen – vor allem getrieben durch die Entwicklung der Kapitalmärkte und das weltweite BIP-Wachstum. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Global Wealth 2011: Shaping a New Tomorrow" der Boston Consulting Group (BCG).

In Europa nahmen die Vermögenswerte im vergangenen Jahr mit 4,8 Prozent nur unterdurchschnittlich zu – sie stiegen um 1,7 Billionen US-Dollar (1,3 Billionen Euro) auf 37,1 Billionen US-Dollar (27,5 Billionen Euro), das Wachstum wurde durch die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar gedämpft. In Deutschland belief sich das verwaltete Vermögen von Privatanlegern auf 5,2 Billionen Euro. Im internationalen Vergleich wuchsen die privaten Vermögenswerte in der Region Asien-Pazifik (exklusivean) mit einem Plus von 17,1 Prozent am stärksten. Den größten absoluten Vermögenszuwachs verzeichnete Nordamerika mit einer Zunahme von 3,6 Billionen US-Dollar (10,2 Prozent). Mit verwalteten Assets von 38,2 Billionen US-Dollar – rund einem Drittel des globalen Volumens – arbeitete sich Nordamerika damit an die Spitze der globalen Rangliste vor.

Ursache für die Zunahme der Vermögenswerte war vor allem die gute Performance der Finanzmärkte (59 Prozent), die durch die kontinuierliche Umverteilung der Assets verstärkt wurde. So stieg von Ende 2008 bis Ende 2010 der Anteil der in Aktien angelegten Vermögenswerte von 29 auf 35 Prozent. "Während der Krise setzten die Anleger vor allem auf Bargeld", erklärt Ludger Kübel-Sorger, Senior Partner und Wealth-Management-Experte bei BCG. "Inzwischen haben die Kunden aber ihre Gelder wieder in risikoreichere Anlagen umgeschichtet." Mit 44 Prozent fällt der Anteil von Vermögenswerten, die in Aktien angelegt sind, in Nordamerika am höchsten aus.

Für die kommenden fünf Jahre prognostiziert die BCG-Studie einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg der globalen Vermögenswerte um 5,9 Prozent. Dabei wird das Wachstum in den Emerging Markets am stärksten ausfallen. In Indien und China beispielsweise werden die Assets mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 18 bzw. 14 Prozent zunehmen. Für Deutschland erwarten die Studienautoren einen jährlichen Zuwachs um 3,8 Prozent auf 6,2 Billionen Euro im Jahr 2015.Weltweit wuchs die Anzahl der Dollar-Millionärshaushalte im vergangenen Jahr um 12,2 Prozent auf rund 12,5 Millionen gestiegen. In Deutschland wurden 400.000 Dollar-Millionäre ermittelt – damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich erneut auf dem fünften Platz. Die meisten Millionäre wohnen weiterhin in den USA (5,2 Millionen), gefolgt von Japan (1,5 Millionen), China (1,1 Millionen) und Großbritannien (570.000). Singapur ist mit 15,5 Prozent aller Haushalte das Land mit der höchsten Millionärsdichte, gefolgt von der Schweiz, die mit 9,9 Prozent in Europa die höchste Millionärsdichte aufweist und weltweit den zweiten Platz einnimmt. Drei der sechs Länder mit der höchsten Millionärsdichte liegen im Nahen Osten: Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate.Global zählten 2010 nur 0,9 Prozent aller Haushalte zum Kreis der Millionäre, diese verfügen über 39 Prozent des globalen Vermögens.

Betrachtet man die äußerst vermögenden Haushalte – mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar ("Ultra-high-net-worth", UHNW) –, so liegt Deutschland mit 839 Haushalten auf dem zweiten Platz, hinter den USA (2.692) und vor Saudi-Arabien (826).

Offshore-Vermögen wächst auf 7,8 Billionen US-Dollar
Das Offshore-Vermögen wuchs 2010 auf 7,8 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig fiel der Anteil des Offshore-Vermögens am Gesamtvermögen von 6,6 Prozent im Vorjahr auf 6,4 Prozent. Ursachen hierfür sind einerseits die Zunahme von Vermögenswerten in Märkten wie China, in denen die Anlage von Geldern im Ausland weniger verbreitet ist, sowie andererseits verschärfte regulatorische Vorgaben in Europa und Nordamerika, die Privatanleger veranlassten, ihre Gelder wieder im Inland anzulegen. Während sich die etablierten Märkte rückläufig entwickeln, prognostiziert die Studie für die Emerging Markets eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von acht Prozent.

Eine Analyse der von Vermögensverwaltern erzielten Ergebnisse zeigt, dass sich Margen, Kostendeckungsquote und die Vermögenswerte einzelner Regionen sowie innerhalb der Regionen sehr unterschiedlich entwickelten. Die mittlere erreichte Marge stieg 2010 um vier Basispunkte auf 23 Basispunkte – infolge einer stabilen Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, ROA) und einer geringeren Kostendeckungsquote. In den meisten Regionen lagen die Margen jedoch unter dem Vorkrisenniveau (bzw. entwickelten sich in einigen Regionen sogar weiter rückläufig), während die Kostendeckungsquoten höher ausfielen (und in einzelnen Regionen anstiegen).

"In einigen Märkten haben sich Veränderungen in Gesetzgebung und Kundenverhalten deutlich auf das Wealth-Management ausgewirkt", sagt BCG-Experte Kübel-Sorger. "Vor allem in Europa werden die Kunden zunehmend kostenbewusster, fordern eine höhere Preistransparenz und vermeiden immer noch Produkte mit größeren Margen. Gleichzeitig setzen viele Vermögensverwalter Pricing noch nicht gezielt zur Verbesserung ihrer Margen ein." Künftig könne sich die Branche jedoch nicht erlauben, die Bedeutung des Pricings und die Notwendigkeit, ihre Pricingstrategie an neue Gegebenheiten anzupassen, zu unterschätzen.

"Die anhaltende Erholung des globalen Vermögens bestärkt das Wealth-Management als relativ stabiles und attraktives Geschäftsfeld. Doch mehr denn je wird der Erfolg der Vermögensverwalter in Zukunft davon abhängen, wie gut sie sich an die Veränderungen hinsichtlich Gesetzgebung, Kundenanforderungen und Wettbewerb anpassen können", resümiert Kübel-Sorger die Herausforderungen der Branche.

Veröffentlicht von: TobiasH
Datum: 02.06.2011
Quelle: Bankazubis.de

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