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Bereich Privat- und Firmenkredite mit Sicherheiten
Moderator: TobiasH
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Forenübersicht >> Privat- und Firmenkredite mit Sicherheiten

Negative Zinsen?
 
Baschtii
Rang: Mid Cap

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Verfasst am: 16.09.2014 14:38
Was passiert wenn die EZB die Zinsen nochmal senkt und es aufgrunddessen zu einem neg. 3 Mon.-Euribor kommt?!
Werden dann variabel verzinste Darlehen negativ verzinst, d.h. man bekommt Geld von der Bank? Vertraglich wurde so etwas doch nie vereinbart...
Troy22
Rang: Marketmaker

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Verfasst am: 17.09.2014 10:42
Ich denke mal, sowas wird NIE der Fall sein ;-)

Dispozinsen sind ja auch nicht auf 4 % gesunken
TheConvexity
Rang: Blue Chip

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Verfasst am: 17.09.2014 15:36 - Geaendert am: 17.09.2014 15:36
Dessen wäre ich mir nicht so sicher.

Negative Overnight / Short-Term Rates haben wir schon z.T. gesehen, Bundesanleihen rentieren auch negativ. Warum sollte es dann kein negatives Euribor-Fixing geben bei Fortführung der gegenwärtigen Marktentwicklung?

Großes Thema im Derivatives-Trading derzeit in der Vertragsdokumentation sowie auch bei Investmentbanking-Darlehen.

Jeder Marktteilnehmer geht davon aus, dass es passieren kann und sichert dagegen z.T. auch aktiv ab.

Zero-Floors, die in der mathematischen Theorie einen Wert von Null haben müssten, kosten ebenfalls Geld und werden auch auch gehandelt.
Baschtii
Rang: Mid Cap

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Verfasst am: 18.09.2014 11:57
Eben. Der Eonia beispielweise war und ist auch aktuell noch negativ ...
Und ja der 3-M-Euribor war noch nie so niedrig wie jetzt = 0,081%

Viel Luft ist nicht mehr. Und was machen dann die KI‘s, deren variable Darlehen auf Basis des o.g. Referenzzinses abgeschlossen wurden?! Man weiß es nicht ...
Bei uns beispielweise werden im Derivategeschäft mittlerweile auch Swaps mit eingebautem Floor auf der variablen Seite angeboten, um sich vor negativen Zinsen zu schützen.

Was mit den var. Darlehen der Bank passiert? Niemand weiß es.
TheConvexity
Rang: Blue Chip

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Verfasst am: 18.09.2014 16:32
Da gibts eigentlich nicht viel zu spekulieren. Wenn in den Loan Docs Euribor + X ohne weitere Kommentierung drin steht, dann ist die Marge eben negativ. Juristisch gibt es da recht wenig zu rütteln. Spannend eher für die Bank, ihren ganzen IT Systeme darauf umzustellen, stellenweise haben Banken noch Altsysteme z.B. in ihrer Treasury im Einsatz, die echt Probleme haben, negative Zinssätze zu verarbeiten.
Baschtii
Rang: Mid Cap

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Verfasst am: 18.09.2014 16:42 - Geaendert am: 18.09.2014 16:44
Joa, ich weiß es nicht. Ist die Frage wieviele denn überhaupt klagen würden ... Wenn man sagt: Lieber Kunde bei 0 % ist Schluss und das war‘s, wird es der Kunde im Zweifel ja auch mit der geballten Faust in der Tasche hinnehmen. Geht man mit dem negativen Zins mit, kann man im Zweifel auch einfach die Marge des var. Darlehens erhöhen, die i.d.R ja nicht über die gesamte Laufzeit fixiert ist. Andere Alternative: Kündigung des Darlehens. Obwohl ich da nicht drann glaube ... Guter Imageverlust!
TheConvexity
Rang: Blue Chip

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Verfasst am: 18.09.2014 21:00
Bei kleinen Firmenkunden vermutlich ja.

Bei institutionellen Darlehen in Milliardenhöhe, das ist die Ecke wo die Musik spielt bei diesem Thema, werden die Kunden sehr schnell klagen, Konzerne und andere Large Caps holen dann der Bank nämlich ganz schnell ihre Anwälte von Kanzleien wie Linklaters, White & Case oder Freshfields vor die Tür und dann geht die Post ab. Ob sich darauf eine Bank einlassen würde, wenn sie genau weiß, dass sie verlieren wird, da das Wording im Darlehen eindeutig ist? I doubt it.

Das hätte ja auch zur Folge, dass den Kunden ihres Hedges um die Ohren fliegen, weil Swaps auf einmal anders Zahlen als Loans. Da würde eine Verweigerung der Bank industrieweit in der Tat enorme Wellen schlagen.
baenkli
Rang: Marketmaker

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Verfasst am: 20.09.2014 16:00
Es würde sich dann die Frage stellen, ob nicht endgültig der Nachweis des Scheiterns des Finanzsystems in der bisherigen Form erbracht wäre und ein Abkehr vom Bankensystem in der bisherigen Form notwendig wird, mit einem Geldschöpfungsmonopol für den Staat und weiteren Neuerungen.
TheConvexity
Rang: Blue Chip

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Verfasst am: 20.09.2014 16:33
Interessante Hypothese. Möchtest Du deinen Gedankengang näher erläutern, warum ein negativer Zinssatz gleichbedeutend mit dem Scheitern des Finanzsystems ist?
FlyOut
Rang: Start-Up

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Verfasst am: 26.04.2017 10:20 - Geaendert am: 24.05.2017 15:37
Eine spannende Frage. Mittlerweie haben wir ja den negativen 3-M Euribor. Laut http://www.onlinekreditevergleich.de/ sind die Zinsen gerade bei Onlinekrediten mit knap 2 bis 3 Prozent zwar niedrig, aber leider nicht bei 0% oder gar negativ.

Vermutlich ist die Nachfrage nach Darlehen auf dem aktuellen Zins-Niveau und damit auch die Zinseinnahmen hoch genug, um die Negativzinsen für die Bank zu decken. Eher gibt es den Strafzins bei Tagesgeld, Sparbüchern und Co., damit Kunden Ihr Geld nicht mehr bei Banken parken, welches sie dann bei der Europäischen Zentralbank mit einem Negativzins abgeben müssten.

Es gibt ja hin und wieder Angebote wo es mal 0% für 1.000 Euro bei 36 Monaten Laufzeit gibt, aber ich denke, das sind dann Aktionen, um Kunden zu fischen, denen man gleich oder später einen Kredit zu normalen Konditionen verkaufen kann. Ein klassischer Upsell eben.

So richtig konnte man sich den negativen Zins ja nicht vorstellen und da wo Kredite Sinn machen, nämlich bei der Immobilienfinanzierung, sorgen sie aktuell für Preissteigerungen, bei denen man schon fast von einer Blasenbildung sprechen kann.

Bei Zinsen von unter 1% ist die steigende Nachfrage ja auch kein Wunder. Sobald die Zinsen aber wieder steigen und es zu einem Nachfragerückgang kommt, fallen dann die Immobilienpreise wieder. Jedenfalls in den Randlagen.
SuperRing
Rang: IPO

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Verfasst am: 11.11.2018 02:24
Das sehe ich auch so, um ehrlich zu sein :D
 

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