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Mobile Payment: "Banken müssen mitziehen"

Verbraucher sind von der Möglichkeit, mit dem Handy zu zahlen, noch nicht überzeugt. Das größte Hindernis für den Einsatz von Mobile Payment sind ganz klar Sicherheitsbedenken. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov sind derzeit nur 23 Prozent der Deutschen zur Verwendung von Mobile-Payment-Lösungen bereit. Und laut BANKMAGAZIN-Gastautor Emil Büchler halten sich Finanzinstitute bei der Überzeugungsarbeit für mobile Zahlungswege derzeit noch stark zurück.

Finanzinstitute und Händler müssen ihren Kunden das Bezahlen mit dem Mobiltelefon attraktiver machen und Sicherheitsbedenken aus dem Weg räumen. Denn nicht nur Kunden bietet das Bezahlen mit dem Handy mehr Vorteile, sondern auch den Banken und dem Handel. So lassen sich dadurch Zahlungsprozesse einfacher gestalten und das teure Bargeldhandling reduzieren – ein Wunsch, den deutsche Banken seit jeher hegen. Aufgrund der weitverbreiteten Bargeld-Kultur in Deutschland ist es ohnehin schwierig, Verbraucher von neuen Zahlungsmethoden zu überzeugen. Wenn aber Banken und Händler selbst von einer Methode noch nicht hundertprozentig überzeugt sind, stürzen sie Ihre Kunden erst recht in Verunsicherung.

Dabei sind die Möglichkeiten für das Mobile Payment gegeben. Beispielsweise können sich Nutzer entweder über den Browser ganz normal bei einem Händler einloggen, die Ware kaufen und entsprechend über diesen Browser bezahlen oder die Ware mit der nächsten Handyrechnung abgelten. Darüber hinaus gibt es verschiedene Apps, die bereits mobile Zahlungen ermöglichen und beispielsweise aus einem Smartphone ein einfach zu nutzendes Zahlungsterminal machen. Auch sind Mobiltelefone im Gespräch, mit denen man über einen kontaktlosen Chip, den man an einen Lesegerät hält, bezahlt, ohne eine Karte aus der Hand zu geben. Einige Unternehmen nutzen diese Technologie, um Convenience-Produkte anzubieten, wie etwa der Ticketservice „Touch&Travel" der Deutschen Bahn oder der ConTag-Service des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) in Frankfurt, womit Tickets direkt gekauft werden können.

Was Finanzinstitute, Mobilfunkbetreiber und Händler nun tun müssen, ist, die Verantwortlichkeiten für diese Zahlmethoden festzulegen. Beim kontaktlosen Bezahlen mit einem Mobiltelefon zum Beispiel geht es um die Frage, wer im Falle von Datenmissbrauch die Risiken übernimmt. Sollen Finanzinstitute, Mobilfunkanbieter oder Händler haften oder sich die Risiken teilen? Auch muss noch abgeklärt werden, wer die Karten ausstellt oder auswechselt. Momentan sind sich die Beteiligten noch uneinig, wer hier die Risiken übernimmt. Es gibt beispielsweise Institute, die für einen Datenklau über Mobiltelefone, die mit der RFID-Technologie ausgestattet sind, nicht haften. Darüber hinaus können Institute und Händler ihren Kunden sichere Lösungen an die Hand geben, die mit Hilfe eines Risiko-Management-Systems vor Betrug und Schaden schützen können. Insgesamt fehlt also noch ein stimmiges Business-Modell, das jedem in der Wertschöpfungskette, einschließlich der Kartenausteller, bestimmte Zuständigkeiten zuschreibt.

Auch müssen die Kunden hinsichtlich der digitalen Zahlungsmethode noch geködert werden. Handel und Kartengesellschaften können das Bezahlen per Handy attraktiver machen, indem sie beispielsweise bei jeder Handyzahlung verschiedene Bonusprogramme, Rabatte oder Sponsorings anbieten. Auch könnten sie Aktionen und Rabatte als SMS auf die Mobiltelefone der Kunden verschicken, um so zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten zu bieten.

Alle Beteiligten müssen an einem Strang ziehen
Für diejenigen, die einen einfachen und bequemen Zahlungsweg suchen, ist das mobile Zahlen besonders attraktiv, denn es kann beispielsweise auch für kleinere Beträge genutzt werden. Die Akzeptanz neuer Bezahlverfahren erfolgt hierzulande erfahrungsgemäß langsamer. Damit sich das kontaktlose Bezahlen aber auch in Deutschland durchsetzen kann, muss die gesamte Wertschöpfungskette - also Finanzinstitute, Mobilfunkbetreiber und Handel - an einem Strang ziehen. Denn sind hier erst mal alle Bedenken aus dem Weg geräumt, lassen sich auch die Kunden leichter überzeugen.

Quelle: Bankmagazin.de

Veröffentlicht von: TobiasH
Datum: 24.08.2011
Quelle: Bankazubis.de

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