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Bereich Wertpapiere, Derivate, Börse
Moderator: TobiasH
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Forenübersicht >> Wertpapiere, Derivate, Börse

Frage zur Verwahrung von Wertpapieren im Depot C und Depot D
 
boulala
Rang: Start-Up

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Verfasst am: 05.09.2018 16:24
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage auf die ich einfach keine Antwort finde und hoffe die Erfahrenen unter euch können mir ein Praxisbeispiel geben. Ich hatte damit noch nie was zu tun in meiner Mini Sparkasse, aber dennoch Interesse am Depotgeschäft. Es geht um die Relevanz und Praxis der Depots C und D.

A als Eigendepot und B als Kundedepot verstehe ich voll und ganz, aber was hat es mit C und D auf sich?
Hat jemand vllt. ein konkretes Beispiel aus dem Tagesgeschäft wann etwas ins Depot C und wann in das Depot D eingebucht wird (vllt. sogar mit Produktbeispielen)?

Eine weitere Frage wäre, wenn Depots A-C eröffnet werden, müssen die neben der Depotnummer auch eine Bezeichnung haben in der das Depot vermerkt ist? Z.b. Max GmbH, Depot B, damit man diese eindeutig identifizieren kann?

Ihr würdet mir so ungemein weiterhelfen!

Danke und viele Grüße
boulala
Herrmann
Rang: Marketmaker

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Verfasst am: 19.09.2018 08:53 - Geändert am: 19.09.2018 09:30
Die Bezeichnungen kommen vom Zentralverwahrer.
Die Clearstream Banking AG verwahrt die Wertpapiere für die Banken.

Banken können bei dem Zentralverwahrer Clearstream Frankfurt AG Frankfurt Wertpapierdepots eröffnen:
- für eigene Wertpapiere das Depot A
- für Kunden-Wertpapiere das Depot B.

Die anderen Bezeichnungen sind die Depots, die verpfändet sind.

Die Kreditinstitute haben eine Wertpapiersammelbank gegründet, die für sie die Verwahrung der Wertpapiere übernimmt. Die Firma lautet Clearstream Banking AG.
Wenn nun eine Bank Wertpapiere bei der Clearstream Banking AG einliefert, so geht sie davon aus, dass es Kundenpapiere (Grundsatz der Fremdvermutung) sind und gibt sie in das Depot B.
Liefert die Bank eigene Papiere ein, so muss sie dies anzeigen. Dann kommen die Wertpapiere in das Depot A.
Die Wertpapiere im Depot A (eigene Papiere der Bank) haften für die Schulden dieser Bank. Kundenpapiere im Depot B haften nicht für die Verbindlichkeiten der einliefernden Bank.

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Jede Bank und Verwahrstelle klassifiziert in ihrer internen Buchführung Wertpapierbestände nach vier verschiedenen Hauptkategorien:

Depot A (Eigendepot) enthält die Wertpapiere aus dem Eigenhandel der Bank und haftet für alle Verbindlichkeiten des Zwischenverwahrers (der Bank) gegenüber dem Drittverwahrer.
Depot B (Fremd-, Ander- oder Treuhanddepot) enthält die Wertpapiere aus Kommissionsgeschäften. Der Bestand befindet sich im Eigentum des Hinterlegers (des Kunden der Bank).
Depot C (Pfanddepot) enthält alle verpfändeten Wertpapiere der Kunden der Bank. Der Bestand haftet in vollem Umfang solidarisch für den Rückkredit gegenüber dem Drittverwahrer.
Depot D (Sonderpfanddepot) enthält die beschränkt verpfändeten Wertpapiere der Kundschaft der Bank. Der Bestand haftet für den Rückkredit gegenüber dem Drittverwahrer nur bis zum Betrag des einzelnen dem Kunden gewährten Kredits.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wertpapierdepot#Depotvertrag
 

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