Sitemap Impressum
 

Besucherstatistik
Gäste online: 38
Mitglieder online: 0

Studienempfehlungen:
Fachwirtstudium
Bankfachwirt-Online
Bankbetriebswirt-Studium
Infoveranstaltungen
Bankfachwirt Aktuell
Bankfachwirt Standorte
Bankfachwirt Struktur
Bankfachwirt Lernmedien
Bankfachwirt Service
Bachelor 8 Semester in Hamburg

Exklusiv
Fit für die IHK-Prüfung

Ergebnisse
Bankwirtschaft
Rechnungswesen
Sozialkunde
Zwischenprüfung

Neue Mitglieder
annasphbr
Joelina030997
chellske
FunCat24
BankingJojo

 Kommentar schreiben  Kommentare lesen

Erfahrungsbericht - "Landesbank Berlin / Berliner Sparkasse"

Allgemeine Informationen  
Name des Institus Landesbank Berlin / Berliner Sparkasse
Strasse Bundesallee 171
Ort 10889 Berlin
Web http://www.lbb.de oder http://www.berliner-sparkasse.de
Zeitraum Ausbildung 08/2001 - 08/2003

Beschreibung der Arbeit
Tagesablauf
Die meiste Zeit habe ich in der Filiale verbracht --> Privatkundenbetreuung. Am Anfang hieß es noch alle Produkte kennen lernen und Kundengespräche führen lernen. Jetzt heißt es: VERKAUFEN und Ziele erreichen. Meine Kollegen sind super, beantworten mir jede Frage und hatten/haben immer ein offenes Ohr für mich. Bin in einer kleinen Filiale - wir sind nur insgesamt 7 Mitarbeiter. Dafür müssen auch alle zusammenhalten und ordentlich verkaufen. Es kann sich keiner auf den anderen verlassen. Jeder muss ran. Das will uns unsere Leiterin immer wieder beibringen. Beginn und Ende der Arbeitszeit ist flexibel. Gleitzeitmodell. Man muss zumindest während der Öffnungszeiten da sein, ansonsten kann man mal früher gehen oder später kommen. Im Rahmen des eigenen Zeitkontingentes natürlich. Ich wurde hier von Anfang an voll eingebunden und als richtiger Mitarbeiter betrachtet. Habe auch ziemlich schnell alleine gesessen und beraten. Zum Glück steht nicht ständig jemand hinter mir und schaut mir bei Gesprächen zu. Ich denke mal, Verkaufen müsste ich noch mehr. Ich kann einfach nicht jeden Menschen auf Ökostrom anquatschen oder ein Allzweck-Darlehen "anbieten". Aber wie sagt meine Leiterin: "Ein nicht angesprochener Kunde ist ein verlorener Kunde - eine andere Bank wird dann ein Geschäft mit ihm machen." Der Verkaufsdruck ist allein in den letzten eineinhalb Jahren enorm gestiegen. Als ich hier anfing, war’s noch nicht so schlimm. Auf Dauer möchte ich nicht hier im Vertrieb arbeiten. Bank ist ganz okay und auch interessant, aber dann eher in der Personalabteilung oder im Bereich Ausbildung oder so. Ein Jahr mach ich das hier noch mit (und Geld verdienen!!) und dann werde ich studieren. Glaube eh nicht, dass die Bank den befristeten Arbeitsvertrag verlängert. Wie schon vor mir ein Azubi von der Berliner Bank gesagt hat: unserem Konzern geht’s ja nicht so gut und da ist es schon ein Wunder, dass es überhaupt einige wenige Übernahmen gibt..
Interessante Arbeiten
Lernerfahrung
Hilfestellung
Ausbilderbetreuung

Ausbildung intern
Atmosphäre und Unternehmenskultur
Hmm, schwer zu sagen.. Die Atmosphäre ist nicht so toll, das ist aber bedingt durch die Krise des Konzerns. Die ganzen Einsparungen und Änderungen sind nicht sehr aufbauend und es fällt schwer hinter seiner Bank zu stehen und manche Dinge zu akzeptieren, die man furchtbar findet. Größtenteils halten die Kollegen zusammen - alle sitzen im selben Boot und gemeinsam muss man die Krise überwinden. Klar, manchmal regt man sich auf, will resignieren oder ist ärgerlich, dass vielleicht jemand gehen muss und jemand anders bevorteilt wird usw. Nicht alles ist gerecht, aber geht das überhaupt anders?? Als Azubi hat man auch einiges mitbekommen davon. So wurde die Ausbildung in dem internen Bereich einfach so weggelassen. Aber das ist zum Glück nur ein Einzelbeispiel. Ansonsten haben wir diverse Schulungen gehabt (Verkaufstrainings, Praxisschulungen, Seminare, auch Bauspar- und Versicherungsseminare). Für einige Wochen ging es auch mal in den Firmenkundenbereich und Individualkundenbereich. Außerdem konnten wir uns 2 Wochen lang u.a. die OnlineBanking-.Abteilung, TelefonBanking-Abteilung, Kreditkartenbanking-Abteilung und das CallCenter anschauen und dort auch selbst telefonieren. Mir hat es sehr gefallen, dass die Ausbildung wirklich abwechslungsreich war. Man war nie zu lange an einer Stelle. Meine Leitung hat sich sehr um mich als Azubi gekümmert – irgendwie haben meine ganzen Kollegen Azubis gerne (das ist nicht in allen Filialen so). Allerdings ging (und geht ja immer noch) von meiner Leiterin auch ein sehr großer Verkaufsdruck aus. Damit will sie mir wohl zeigen, wie hart man auch als Mitarbeiter später rangenommen wird. Aber ihr Verhalten und dieses ständige Verkaufen, Ziele erreichen und Zahlen bringen hat mir auch den eigentlich ganz schönen Beruf Bankkauffrau verdorben.
Verhalten Kollegen
Motivation im Unternehmen
Identifikation mit der Bank
Führungskultur

Bewerbung / Auswahlverfahren  
Ja, der Einstellungstest war das erste, was nach dem Bewerbungsschreiben als Einladung zurückkam. Der Test war normalschwer, denke ich. Habe damals viele Einstellungstest bei verschiedenen Unternehmen mitgemacht und denke, dass der bei der Berliner Sparkasse machbar war. Man hat niemals alle Aufgaben geschafft, aber das war genau so konzipiert. Es ging ja darum so viel wie möglich zu schaffen. Die Bank hat dann verglichen, wer wie weit mit richtigen Lösungen kam. Es waren viele Matheaufgaben und logisches Denken war auch sehr gefragt. Zusammenhänge und Unterschiede erkennen, gleiche Bedeutungen bei verschiedenen Sprichwörtern erkennen, Zahlenreihen ergänzen, bei mehrern Bildern das nicht in die Reihe passende herausfinden usw. Komischerweise haben an dem Tag, als ich den Test mitgemacht habe, nur 3 Leute von ca. 30 diesen Test bestanden. Und unter den 3 war ich das einzige Mädchen ;-) Der Test wurde übrigens am selben Tag ausgewertet. Man konnte 2 bis 3 Stunden durch die Gegend laufen und dann zur Auswertung wiederkommen.. Nach dem Einstellungstest kam dann das persönliche Gespräch. Man hat sich vorgestellt und sollte erläutern, warum man gerade diesen Beruf erlernen will und weshalb ausgerechnet in diesem Unternehmen. Danach wurden einem verschiedene Situationen vorgestellt und man musste angemessen reagieren. So z.B. "Sie haben einen Fernsehladen und verkaufen einen Fernseher fast doppelt so teuer wie ein Laden nebenan. Wie können Sie es dennoch schaffen, dass die Kunden IHREN Fernseher kaufen?" Sowas ungefähr. Also es ging schon da ums verkaufen und wie man Werbung macht und dass man Service bieten muss usw. Nach dem Gespräch sollte man so 20 min warten und der Ausbilder verschwand mal eben um sich die Entscheidung zu überdenken. Als er wiederkam, wurde ich gefragt, ob ich mich selbst nehmen würde (was für eine gemeine Frage!!). Na ja, ich stammelte vor mich hin und bekam dann die Antwort, dass er mich vertretend für die Bank nehmen möchte :-))

Gesamtbewertung
Vorteile
Am schönsten war die Abwechslung in der Ausbildung. Die Seminare und Schulungen in unserer konzerneigenen Bildungseinrichtung haben mir auch sehr gefallen. Und der tolle Kontakt unter den Azubis :-)) Ich habe so einige neue Freunde dadurch gefunden..
Nachteile
Die Organisation war teilweise nicht so herausragend, da durch die ganze Umstrukturierung des Konzern teilweise keiner wusste, wer für was verantwortlich ist. Man musste sich in manchen Dingen selbst durchboxen. Den Aspekt Verkauf brauch ich ja nicht großartig zu erwähnen.. das liegt mir nicht in dem Maße, wie die Bank das verlangt.
Fazit
Ja, eine Ausbildung würde ich in diesem Konzern trotz allem auch noch mal machen. Auch würde ich generell eine Bankausbildung empfehlen. Interessant und spannend ist es allemal - wenn der Verkauf nicht so extrem wichtig sein würde. Ich denke, man sollte sich, bevor man eine Ausbildung bei der Bank beginnt oder sich dafür bewirbt, auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass Verkaufen das A und O ist. Alleine Kunden beraten und nett sein reicht nicht. Kenntnisse haben ist wichtig, aber Verkaufen ist noch wichtiger. Das steht an 1. Stelle und das muss man wissen. Auch sollte man flexibel sein und auch dann hinter seiner Bank stehen können, wenn man selbst eine ganz andere Meinung hat. Man muss schließlich auch das anbieten und verkaufen, was man selbst nicht mag. Und wenn ein Automat mal nicht funktioniert, dann ist man zwar auch sauer, kann aber schlecht mit den Kunden mitschimpfen, wie schlecht doch der Service ist.. Ich würde die Ausbildung bei der Berliner Sparkasse ganz gerne weiter empfehlen. Auch wenn wir "nur" Sparkasse heißen, sind wir eine Bank, die alle Produkte anbietet. Auch über Firmenkundenbetreuung, Auslandsgeschäft, Immobilienfinanzierung, Private Banking, Marketing usw. Und wenn es dem Konzern wieder besser geht in der Zukunft (irgendwann..), hat man auch super Chancen nach der Ausbildung in einem Bereich zu arbeiten, der einem gefällt (und da gibts genug verschiedene Möglichkeiten).


Kommentare

Durchschnittliche Leserbewertung: 
Identifikation/Ziele als Azubi????????, hellangel20, 17.09.2003
Hallo! Das du dich nicht mit diesem Unternehmen identifizieren kannst ist nur allzu verständlich.... Und wieso hast du als azubi ziele zu erfüllen????? DAS geht ja wohl gar nicht!!!! Hellangel
Landesbank Berlin, banker1982, 21.08.2003
Hallo, bin ebenfalls bei der Berliner Sparkasse als Azubi beschäftigt gewesen. Das einzige das mir in diesem Unternehmen nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass wir manchmal genauso verkaufen mussten wie die Mitarbeiter. Ich habe meine Ausbildung angefangen, da war der Kunde noch König und nu? Nun heisst es Verkaufen Verkaufen Verkaufen. Naja mal schauen wie es weiter geht. P.S. Aber ansonsten würde ich jedem eine Ausbildung bei diesem Konzern empfehlen.

Artikelkommentar schreiben

Nach oben
Zurück


Aktuelle Bankfachklasse

 Autor:
 anonym
 Datum:
 11.06.2003
 Anzahl gelesen:
 Bisher 10689 mal